Besuch am Grab unseres verstorbenen Bruders in Pakistan im August 2026:
Gerald ist nach der Besteigung des Rakaposhi im Jahre 1985 beim Abstieg tödlich verunglückt und auf ca. 4700m in einer Gletscherspalte bestattet worden.
2024 wurde er von Einheimischen gefunden, nachdem ihn der Gletscher wieder frei gegeben hat.
Die Dorfgemeinschaft von Minapin hat ihm dann am Weg zum Basislager des Rakaposhi ein Grab bereitet.
Als wir vier Brüder vor 10 Monaten davon verständigt wurden, haben wir sofort beschlossen dort hinzufahren.
Nun war es soweit, und wir konnten unser Vorhaben verwirklichen.
Dort angekommen, wurden wir sehr herzlich und gastfreundlich empfangen. Und auch überrascht, als wir bei der Gedenkzeremonie erfuhren, dass sie sogar eine Brücke im Andenken an Gerald nach ihm benannt haben.
Chronologischer Reisebericht:
19.8.2026 bis 21.8.2026
Unsere Reise nach Pakistan beginnt. Wir freuen uns auf Israr (unsere Kontaktperson, der Hotelbesitzer und der Tourismuschef im Nagartal) und seine Familie, gleichzeitig begleiten uns viele Gedanken. Vor allem die Frage, wie es sein wird, nach so vielen Jahren an Geralds Grab zu stehen.
In Wien treffen wir uns und fliegen über Doha nach Islamabad. Dort werden wir von Asad (Neffe von Israr) und unserem Fahrer empfangen und entscheiden uns, auf dem Weg nach Minapin mit dem Auto eine Nacht in Naran zu verbringen.
Am nächsten Morgen führt uns die beeindruckende Fahrt zum Lulusar See und über den 4.150 Meter hohen Babusar-Pass, weiter auf den Karakorum Highway und vorbei am Rakaposhi View Point.
Dann erreichen wir endlich Minapin, wo wir von Israr und seinem Team herzlich und familiär empfangen werden.
22.8.2026 – bei Gerald am Grab
Am Samstag morgen gehen wir gemeinsam mit Israr zu Geralds Grab. Auf dem Weg erzählt er uns noch einmal die außergewöhnliche Geschichte.
Im August 2024 fanden 2 Männer (Mohammed und Samar Abas) aus Minapin beim Mineralien sammeln am Gletscher des Rakaposhi Geralds sterbliche Überreste. Nach mehr als vier Jahrzehnten wurde Gerald vom Gletscher freigegeben und ins Tal gebracht. Es wurde überlegt, Gerald neben dem Fundort zu begraben. Aber die Dorfgemeinschaft entschied ihn runtertragen zu lassen. Die Behörde wollte ihn auf dem englischen Friedhof in Gilgit beisetzen, doch die Dorfgemeinschaft entschied: Gerald gehört zu Minapin.
Israr ging zurück ins Dorf und wir vier Brüder blieben am Grab bei Gerald. Wir reichten einander die Hände, in Gedanken an Gerald und bauten gemeinsam ein kleines Steinmandl.
Auf dem Rückweg trafen wir Samar Abas, einen der 2 Männer, die Gerald gefunden und ins Tal gebracht haben. Er zeigt uns Bilder von der Bergung – ein bewegender Moment.
Am Nachmittag lassen wir die vielen Eindrücke auf uns wirken.
41 Jahre nach Geralds Tod sind wir vier Brüder gemeinsam an seinem Grab in Minapin. Vielleicht beginnt sich damit ein Kreis zu schließen.
27.8 und 28.8
Ruhetage mit Kartenspiel und Besuch des örtlichen Cricket Stadiums (2590m) mit abenteuerlicher Anfahrt.
29.8.
Noch einmal wandern wir zum Hapakun und verabschieden uns vom Grab
23.8.2026 – Gedenkzeremonie
Die Zeremonie wird zu einer unglaublichen Überraschung. Fast alles, was in Minapin Rang und Namen hat, ist gekommen. Wir tauschen Erinnerungen und Bilder aus und erzählen, was Gerald so besonders gemacht hat.
Bei der Zeremonie dürfen auch wir Brüder kurze Ansprachen halten und Hannes sorgt für die musikalische Umrahmung. Danach fahren alle zur Brücke, die ab sofort „Fellner Gerald Bridge“ heißen wird. Ein bewegender Moment.
Anschließend gehen wir zu Geralds Grab, legen Blumen nieder. Der Imam spricht ein Gebet und das lokale „Diran TV“ interviewt Israr und uns. Die ganze Feiergemeinschaft wird von Israr zum Essen eingeladen.
Es gibt noch viele herzliche Gespräche. Träger und andere Dorfbewohner die Gerald direkt gekannt haben, berichten über die Herzlichkeit und Offenheit von Gerald, die ihnen in guter Erinnerungen geblieben sind.
Was wir heute erlebt haben, lässt sich kaum in Worte fassen. Dieser Tag wird für immer in unseren Herzen bleiben.
24.8.2026 – Karimabad
Am nächsten Tag beschließen wir einen Ausflug nach Karimabad zu machen. Gleich nach dem Frühstück geht es mit dem Jeep los – für unsere Verhältnisse in ziemlich rasantem Tempo. Wir fahren zum Attabad-See, der 2010 durch einen gewaltigen Erdrutsch entstand und dabei rund 25 km der Karakorum-Straße überflutete. Heute führen neue Straßen und Tunnel am See entlang.
Von hier geht es zur Baskochi-Wiese. Rund 600 Höhenmeter wandern wir hinauf zu einer wunderschönen Oase, in der gerade die Marillen reif sind. Von zwei Aussichtspunkten auf 2900m genießen wir einen herrlichen Blick auf den türkisblauen See und die umliegenden Berge.
Zurück im Tal fahren wir weiter nach Ganish, der ältesten Karawanserei an der alten Seidenstraße im Hunza-Tal. Die über 1.400 Jahre alte Siedlung mit ihren Wachttürmen, Moscheen und historischen Gebäuden beeindruckt uns bei einer tollen Führung.
Zum Abschluss fahren wir auf rund 2.900 Meter nach Duikar. Beim Sonnenuntergang genießen wir ein beeindruckendes Bergpanorama mit Ultar Sar, Ladyfinger, Diran Peak und dem alles überragenden Rakaposhi. Ein wunderschöner Abschluss eines erlebnisreichen Tages.
25.8.2026 – 26.8.2026 – Trek zum Base Camp vom Rakaposhi (Tagafari)
Hannes, Franz und Andreas beschließen am nächsten Tag zum Base Camp zu wandern.
In der früh geht es los zum Hapakun, ein Camp auf 2900m. Franz geht es nicht so gut und er beschließt nicht weiterzugehen und dort zu schlafen.
Andreas und Hannes gehen mit unserem Guide Mansur weiter zum Base Camp auf 3500m.
Dort angekommen treffen wir zufällig Anna-Lena die Tochter eines Bergfreunds von Gerald.
Nach dem Abendessen werden wir von den Hirten in ihr Quartier eingeladen. Am Eingang zur bescheidenen Steinhütte entdecken wir die Gedenktafel für Gerald, die Andreas mit Franz vor 26 Jahren, im Jahr 2000 angebracht hatten.
Der Vollmond und Sternenhimmel sind fantastisch und die Berge sorgen für eine magische Stimmung. Wir sind glücklich hier zu sein.
Andreas geht früh retour ins Hotel. Hannes geht noch mit Samar Abbas in die Nähe der Fundstelle von Gerald auf 3900m und kehrt danach zufrieden zurück ins Tal.
Andreas und Wolfgang besuchen nachmittags mit Israr, das Royal Haus seiner Schwiegereltern: Der Raja von Nagar hatte in früheren Zeiten, wegen der Seidenstrasse, eine große Bedeutung.
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Typische Autos für die schlechten Straßen aber erforderlich, insbesondere für die Seitentäler
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Erster Besuch am Grab mit Israr
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Am Babusar Pass auf 4170 hm
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Mit Asad und unserem Fahrer in Minapin angekommen
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Der erste Blick auf den Rakaposhi
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Die Gedenktafel vor der Brücke, die nun nach ihm benannt wurde
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Die Gerald Fellner Brücke von oben fotographiert.
Sie verbindet den Ort Minapin zu den Bergen Diran und Rakaposhi -
Samar Abas war einer der beiden die Gerald gefunden hat und er hat auch beim Abtransport geholfen
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Mit dem Chef von TV Diran
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Mit Mikl – er war damals am Tagafari, als Andreas mit Franz im Jahr 2000 erstmals oben gewesen sind (kleines Foto) und die ersten Gedenktafeln an einem Felsen montiert hatten.
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Teil der Zermoniengesellschaft
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Wolfgang mit unserem Fahrer beim Ausflug auf der Baskochi Wiese
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Wolfgang beim View Point Baskochi Wiese
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Franz ganz oben auf dem Baskochi View Point
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Ganish: 1400 Jahre alte Karawanserei mit Bad
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Diran mit aufgehenden Mond nach Sonnenuntergang
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Rast am Hapakun vor dem Aufgang zum Tagafari
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Hannes unterhalb des Fundorts mit Samar Abbas
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Mit den beiden, die Gerald gefunden haben Mohammed Ali und Samar Abbas
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Wolfgang als Raja im königlichen Garten
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Panorama Aufnahme vom Diran zum Rakaposhi
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Das einfache Steinhaus am Tagafari, in dem die Hirten sehr bescheiden schlafen können. Links neben der Tür die Tafel die Franz und ich im Jahr 2000 mitgenommen und ursprünglich an einem Felsen angebracht hatten.
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Er war ein Träger von Gerald und berichtet über seine besondere Art.
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Abendessen am Tagafari
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Rakaposhi beim Sonnenaufgang
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Karte der Gegend Diran, Rakaposhi, Minapin
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Der Garten von unserem Hotel – ein kleines Paradies
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Hapakun von oben fotografiert
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Rakaposhi vom View Point Duikar
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Natural Cricket Stadium
Der Platz liegt rund 2.590 Meter (8.500 Fuß) über dem Meeresspiegel.Lage: Er befindet sich im Distrikt Nagar unter den Gipfeln des Rakaposhi und Diran.
Besonderheit: Das Spielfeld ist von der Natur geformt und nicht künstlich gebaut.
Bekanntheit: Ehemalige Cricket-Stars nennen den Platz einen der höchsten und schönsten Natur-Cricketplätze der Welt -
Alle 4 vom View Point Duikar im Hintergrund der Rakaposhi
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Ladyfinger und Ultar
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Blick über den Lulusar See. Station auf dem Weg nach Minapin.
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Die Seidenstraße wird von den Chinesen repariert. Hier die Tunnel entlang dem Attabad See
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Basar in Nagar
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Tarockieren im Garten
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Das Museum in Taxila war sehr beeindruckend
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Die Faisal-Moschee sehr beeindruckend
Vati mit uns vier Söhnen, er war 3x in Pakistan und wäre heute sehr stolz, wenn er noch einmal dabei sein hätte dürfen, leider ist er am 16.3.2019 verstorben.
Unsere Mutter, musste in ihrem Leben vieles durchmachen. Sie verstarb viel zu früh am 14.11.1998.